In den letzten Jahren gewannen alternative Finanzierungsformen vermehrt an Beliebtheit. Darunter auch Crowdfinanzierung. Über Plattformen wie Kickstarter oder Startnext können Startups, etablierte Unternehmen und auch Privatpersonen ihre Projekte vorstellen und in verschiedenen Modi von der ‘Crowd’ finanzieren lassen. Dadurch wird es auch der breiten Masse ermöglicht, bereits mit geringen Beiträgen und ohne Bürokratie Innovationen zu unterstützen.

In diesem Beitrag stellen wir drei verschiedene Formen von Crowdfinanzierung vor: Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending. Während erstere vor allem für Startups attraktiv sind, bietet Crowdlending mit höheren Summen und kreditähnlichen Regelungen vorrangig etablierten Unternehmen eine Alternative zu herkömmlicher Finanzierung.

Crowdfunding

Crowdfunding ermöglicht die Finanzierung von innovativen Projekten oder Startups über eine Vielzahl an Unterstützern. Durch meist geringe Startbeträge können sich so auch Privatpersonen relativ einfach und unbürokratisch an Initiativen beteiligen. Anders als beim Crowdinvesting erhalten die Investoren keine finanzielle Gegenleistung. Viel eher werden z.B. Rabatte oder andere Vorteile gewährt, oder eine Ausfertigung des Produkts noch vor Verkaufsstart zugesandt.

insnack

Das Berliner Startup INSNACK (auch in unserem Food & Food Tech Startups Blogbeitrag zu finden) vertreibt gesunde, natürliche Snacks auf Insektenbasis – ganz ohne unnötige Zusatz- stoffe. Um das Produktsortiment zu erweitern, hat INSNACK die INSNACK Power Pops kreiert.

Mithilfe einer Startnext-Kampagne möchte das Startup durch Crowdfunding die Produktion sowie eine nachhaltige Verpackung der Power Pops finanzieren.

Nähere Infos zur Kampagne gibt’s hier.

Crowdinvesting

Crowdinvesting hilft Startups oder anderen jungen Unternehmen dabei, ihre Projekte zu verwirklichen. Dabei investiert die Crowd mit meist eher niedrigen Beträgen in das Unternehmen und beteiligt sich damit an dessen finanziellem Erfolg. Durch die relativ kleinen Beträge macht Crowdinvesting Investitionen einer breiten Anlegerschaft zugänglich. Mindestinvestitionen sind abhängig von der gewählten Plattform. Neben der Rendite werden den Investoren meist zusätzlich exklusive Rabatte oder Vorteile gewährt.

frischepost

Der Online-Hofladen Frischepost unterstützt regionale Landwirte bei der Direktvermarktung ihrer Produkte. Davon profitieren können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen oder Organisationen. Mit der Crowdinvesting-Kampagne über wiwin (wo man unter anderem auch in das Lebensmittelretter-Startup Sirplus investieren kann) möchte Frischepost ihren Vertrieb und das Einsatzgebiet noch weiter ausbauen.

Nähere Infos zur Kampagne gibt’s hier.

Crowdlending

Bei Crowdlending werden Kredite, die von Unternehmen oder Privatpersonen ausgegeben werden, vermittelt. Interessierte können demnach in Projekte von Unternehmen oder Privatpersonen investieren und diese so z.B. beim Aufbau alternativer Geschäftszweige oder eines neuen Geschäftsmodells unterstützen. Der Unternehmer hat dadurch zusätzliches Fremdkapital zur Verfügung, während die Anleger monatliche Rückzahlungen bestehend aus Zins und Tilgung erhalten.

rainforest company

The Rainforest Company vertreibt Pürees und To-Go-Bowls auf Açai-Basis. Mit jedem gekauften Produkt werden Projekte im brasilianischen Regenwald unterstützt, daneben wird Aufklärungsarbeit rund um die Rodung betrieben. Durch die Crowdlending-Kampagne über Kapilendo möchte das Startup neue Produkte wie Açai- Eiscreme oder -snacks ins Sortiment aufnehmen und den Vertrieb weiter ausbauen.

Näheres zur Kampagne gibt’s hier.

Henrik Rackow Innovation

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Henrik Rackow
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